Als ein gelungenes "gesamteuropäisches Musikkunstwerk" kann man Pat Silva getrost bezeichnen.
Geboren wurde die Jazz-Sängerin in einem kleinen Ort Westfalens in Deutschland. Die Eltern - beide Musiker - kamen aus Portugal und Deutschland. Daher kam Pat schon früh mit dem Leben auf der Bühne in Berührung, Musik und Tanz wurden ein fester Bestandteil ihres Lebens. Sie begeisterte sich für Stepptanz und erhielt Gitarrenunterricht. Außerdem sammelte sie schon im zarten Alter von sechs Jahren erste Bühnenerfahrungen. Ihre Herkunft legte den Grundstein für ihren späteren Werdegang.
Noch im Jugendalter kehrte Pat ihrem Heimatort den Rücken und zog nach Berlin. Sie probierte viele Dinge aus und arbeitete in den unterschiedlichsten Branchen. Unter anderem absolvierte sie Ausbildungen zur Visagistin und Fitness-Trainerin, immer auf der Suche nach ihrer eigentlichen Bestimmung, die sie letztendlich in der Musik und auf der Bühne wieder fand.
Fragt man Pat nach diesen Jahren, so bezeichnet sie diese keinesfalls als vergeudete Zeit, sondern sieht sie vielmehr als wichtige Stationen auf der Suche nach dem richtigen Weg. Der Drang sich weiterzuentwickeln ist tief in ihr verwurzelt, musikalisch bringt sie diese Eigenschaft stets voran.
Obwohl sie auch schon zu Berliner Zeiten Gesangsstunden nahm und ab 1998 erste Auftrittserfahrungen in der Berliner Jazz-Szene sammelte, sollte ihre fundierte musikalische Ausbildung erst nach ihrem Umzug 1999 nach Lissabon beginnen. Dort erhielt sie Instrumentalunterricht für Klavier und Schlagzeug und nahm Unterricht bei einer Vielzahl von Lehrern, u. a. für Stage Akting bei Cuco Wallraff und für klassischen Gesang bei Silwia York. Klassische Gesangstechnik erlernte sie außerdem bei Paula Oliveira, Ana Sterr Neves und Filomena Amaro, die in der portugiesischen Musikwelt hohes Ansehen genießen.
2003 wurde sie in die Luis Villas Boas Jazz School aufgenommen, wo sich ihr Umgang mit der Jazzmusik professionalisierte. Sie bewegte sich im Musikerkreis des renommierten Lissaboner "Hot Club do Portugal" und erhielt zu dieser Zeit Unterricht bei einer der renommiertesten Jazz-Interpretinnen der heutigen Generation, Fay Claassen, und bei Darmon Meader, Mitbegründer der "New York Voices". Mit Projekten wie "A Tribute To Chet Baker" begeisterte sie ihr Publikum und tourte bereits mit verschiedenen Jazz-Formationen durch Portugal, Spanien und Deutschland.
Ihr neuestes Projekt "A Long Time Ago" ist ungemein vielseitig: kraftvoll, harmonisch, verträumt und lässig. Die Lieder handeln von Liebe und Leidenschaft, vom Festhalten und Loslassen und bei allen schwingt ein Hauch von Optimismus mit, der Pats Lebenseinstellung widerspiegelt. Denn auch in Zeiten, in denen nicht alles nach Plan läuft, hat Pat einen Zauber um sich erhalten, der sie daran erinnert immer nach vorne zu blicken. Pat lässt sich in keine Schublade stecken. Zielstrebig setzt sie ihre künstlerischen Visionen um und folgt dabei immer ihrem Instinkt.
Die Welt darf gespannt sein, was sie als nächstes zu hören bekommt ...